Daraus lässt sich schlussfolgern:
Oftmals gibt es weitere stimmige Bedeutungen, Sichtweisen oder Bilder,
die wir nicht sehen können, weil wir sie nicht sehen, aber sie sind
da. Manchmal muß man sogar das Bild auf den Kopf stellen. Sollen
wir nicht jedem Menschen dankbar sein, der uns auf weitere Aspekte und
Deutungen hinweist?
Grundsätzlich ja! Das versuchen ja Menschen, die sich Künstler
nennen, weil sie etwas künstliches schaffen – noch nie dagewesenes
erschaffen oder die Möglichkeit geben, dass andere Menschen in ihren
Werken etwas kunstvolles noch nie dagewesenes erblicken, erkennen oder
auch emotional und sinnlich berührt werden. Es wird somit in diesen
Betrachtern etwas noch nie dagewesenes erzeugt – er erfährt
etwas Neues. Das kann grundsätzlich wieder in beide Richtungen gehen:
Es kann angenehm sein oder unangenehm. Es wird angenommen oder abgelehnt.
Da gibt es wieder die Parallelen mit dem obigen Bild „Alte Frau
oder junge Frau“ – „hässlich oder hübsch“,
die Reaktion sagt etwas über den Reagierenden. Diesen Effekt nutzen
Psychologen, indem sie Menschen ein Bild hinlegen, indem er etwas erkennen
soll – der Rohrschachtest mit seinen Tintenklecksen ist der bekannteste
Test dieser Art. So weit so gut – hätte es nicht dramatische
Folgen. Denn Psychologen nutzen diese Methoden um den „Seelenzustand“
des Menschen zu erfassen. Damit eine gemeinsame Sprache gesprochen wird,
haben sich Begriffe oder kurz gesagt „Etiketten“ herausgebildet.
So kann man sofort einer „Flasche“ von aussen ansehen, was
drin ist. Jetzt gibt es natürlich sofort die abenteuerlichsten Entstehungsgeschichten
oder soll man sagen „Projektionen“, die Fachleute in diese
Flaschen hineininterpretieren, denn diesen Vorgang – haben wir ja
oben gesehen, lässt sich nicht mehr vom Beobachter trennen. Der Patient
ist somit selbst zum Rohrschautest für den Psychiater geworden, er
sitzt in seiner eigenen Falle. (Freud sah überall ein Sexproblem
– sein eigenes).
Da er allerdings per Definition die Macht hat oder das Fachwissen, das
gerade aktuell ist oder auch die Schlüsselgewalt im ganz realen Sinne,
hat der Psychiater auch die Objektivität oder die Wahrheit. Um dem
Patienten zu entlasten, wird ihm eine Krankheit zugestanden, an der er
nicht beteiligt ist, sondern die ihn befallen hat. Der Patient ist somit
das Opfer und der Psychiater oder Arzt der Helfer. Damit sind die Rollen
verteilt und über eine weite Zeitstrecke hinweg ist diese grundsätzliche
Etablierung von Krankheiten, worin Patienten die Opfer und Ärzte
bzw. Psychiater die Helfer sind, so was wie eine objektive Wahrheit. Nehmen
wir wieder zum besseren Verständnis das Eingangsbeispiel: Alle sind
sich einig, in diesem Bild steckt nur die „alte Frau“, jeder
kann sie sehen und alle können sie bestätigen. (Trotzdem gibt
es noch die „junge Frau“ – auch wenn sie jetzt quasi
unsichtbar ist).
Es gibt noch eine weitere Ebene, die sehr wichtig ist: Der Kontext.
Alle Informationen sind nur relativ, denn sie sind abhängig
vom Ort des Auftretens oder dem Zeitpunkt. Ein vereinfachtes Beispiel
möge die aufzeigen: Stellen Sie sich vor, ein Mensch geht über
einen Marktplatz – vielleicht sogar etwas zerlumpt und schreit plötzlich
„Feuer“. Jeder wird ihn für einen „Spinner“
halten oder wenigsten „Drogenkonsum“ vermuten. Schreit jemand
abends im Konzertsaal - im Anzug – laut „Feuer“, kann
eine Massenpanik ausbrechen, möglicherweise mit Todesfolge. Obwohl
der Vorgang „ein Mann schreit Feuer“ identisch ist, hat dieser
sehr unterschiedliche Wirkungen.
Somit ist es offensichtlich, dass eine Information auch auf eine innere
Akzeptanz stoßen muß – also ein Glaubwürdigkeit
haben muß. Diese „innere Resonanz“ ist entweder durch
Erfahrung installiert (Kultur) oder entspricht tief eingeprägten
„Instinkten“ – also erlerntes Verhalten, was im „morhogenetischen
Feld“, oder in den „Genen“ oder im „kollektiven
Unbewussten“ verankert ist – nennen Sie es, wie Sie wollen,
man könnte es auch Faktor X nennen.
Kommen wir zurück zu den Krankheiten. Vereinfacht ausgedrückt
kann man sagen, sobald sie auf der Körperebene in Erscheinung treten,
sind es körperliche Krankheiten und sobald sie Lebensäusserungen
beinhalten sind es psychische Krankheiten. Der Begriff „psychosomatisch“
bezeichnet einfach das Grenzgebiet dazwischen, daher wird auch noch viel
um diesen Begriff der Zuordnung gekämpft. Denn es ist eigentlich
nur der Kampf um die Zuständigkeit, denn wir wissen ja, das ein Krankheitsbegriff
nur eine Abstraktion ist, denn dahinter befindet sich immer ein lebender
Mensch in seinem Kontext.
Streng ausgedrückt oder vereinfacht gesagt: Es gibt keine Krankheiten,
es gibt nur kranke Menschen. Man müsste jeden einzelnen Fall als
einzelnen Fall behandeln und ihn nicht als Projektionfläche für
angeblich objektivierte Tatsachen benutzen. Dieser Anspruch ist allerdings
für die Profis nicht sehr praktisch, denn sie müssten ihr Wissen
jedes Mal „hintenanstellen“ und den Kranken als Mensch mit
seiner individuellen Geschichte sehen.
Doch immer mehr Menschen wollen nicht als „Krankheit“ –
also als Nummer – gesehen werden, sondern Qualitäten bekommen,
für die ein Arzt nicht ausgebildet ist. Denn es geht ja immer auch
auf beiden Seiten um die Veränderung des Zustandes: Also der Arzt
will, dass der Patient gesund wird und auch der Patient will natürlich
die „Störungen“ weg haben. An diesem Punkt sind sich
beide einig: Woher die Krankheit kommt interessiert beide nicht –
wahrscheinlich eh vom „lieben Gott“ bzw von den „Genen“
oder den „Risikofaktoren“. Wenn man sich einig ist, braucht
man es auch nicht zu wissen „Wieso – Warum – Weshalb“
eine Krankheit da ist, sondern wie bekommt man sie am schnellsten weg.
Daher steht die Symptombekämpfung an oberster Stelle. Es wird allerdings
tatsächlich der Bote für die Botschaft bestraft – na und?
Es braucht doch einen Schuldigen – ausserdem bringt „grübeln“
nichts, sondern senkt das Immunsystem.
OK, beide sind sich einig, der Arzt, der Psychiater und der Patient wollen
das gleiche Ziel und somit sind alle Mittel recht, sogar die, mit den
heftigen Nebenwirkungen: Hauptsache der Patient überlebt den Krebs
oder was auch immer. Da man solche Krankheiten heftig bekämpft, sterben
auch viele an den Nebenwirkungen und zeigen damit auch den Überlebenden,
wie gefährlich die Krankheit ist. Also, die Bekämpfung der Krankheit
macht so manche Krankheit erst zur gefährlichen Krankheit in der
man alles tun muß, weil die Krankheit ja so gefährlich ist:
Man schüttet das Kind mit dem Bade aus – aber wer kann das
schon feststellen?
In dieser Logik muß die Frage erlaubt sein, ob Menschen beispielsweise
an Krebs sterben oder an den Massnahmen der Krebsbekämpfung? Dies
wird man nicht herausfinden, denn dann müsste man Menschen selbst
zum Versuchobjekt machen und manche Menschen gegen Krebs behandeln und
andere nicht – das ist allerdings unethisch. Möglicherweise
ist aber das Unterlassen solcher grundsätzlicher Versuche unethisch,
allerdings nur, wenn es stimmt, dass durch die Krebsbekämpfung mehr
Menschen sterben als ohne. Also müsste man auf Indizien achten: Beispielsweise
streickten die Krankenhaus-Mediziner in Israel 6 Wochen und die Todesrate
ging um 50 % zurück....jetzt hören wir aber auf zu denken...
Kommen wir zurück zum Parodoxen: Vielleicht will man ja das
Gute, aber erreicht das Gegenteil?
Oder gehen wir noch weiter zurück und fragen, ob vielleicht die Idee
der Krankheit nicht schon der falsche Ansatz war. Vielleicht gibt es ja
keine Krankheiten und wir haben sie erst erzeugt oder erfunden? Da würde
dafür sprechen, dass manche Krankheiten erst in den Industrieländern
vorkommen – beispielsweise gibt es keinen Brustkrebs bei den Eskimos.
Aber vielleicht essen die einen bestimmten Fisch, indem ein Krebsvorbeugungsmittel
steckt? Wurde alles schon untersucht, man hat keins gefunden. Bleiben
wir dabei, dass es unbekannte Ursachen zur Entstehung von Brustkrebs oder
allgemeiner gesprochen von Krankheiten gibt. Wenn wir pauschal bleiben,
stellen wir Risikofaktoren fest und die sind schuld und damit basta. Doch
stimmt, da wurde ein Hochdotierter Prof. von „Psychologie heute“
gefragt, woher Demenz kommt. Die Anwort war verblüffend einfach:
Der Hauptrisikofaktor ist das Alter – war die hochintelligente Antwort.
Der Mann verdient C3 – eine Gehaltsstufe die entgegengesetzt der
Antwort ist. Aus naturwissenschaftlicher Sicht gäbe es eine vergleichbare
Antwort, etwa in diesem Sinne, wenn ein Schüler fragt, warum der
Winter kommt, antwortet der Lehrer, weil es schneit.
So jetzt sind wir voll beim Thema: Die Welt ist verrückt,
oder jedenfalls paradox oder wollen wir sie schizophren nennen? Dieser
Krankheitsbegriff ist ja ein Synonym dafür geworden.
Wie alles begann. Menschen erleben ihr Leben, alles speichert sich im
Gehirn ab – das wissen nicht nur die Menschen selbst, sondern haben
sogar die Neurowissenschaftler herausgefunden. Wenn jetzt jemand nicht
mehr so genau mit sich als hochkomplexes Wesen oder mit seiner kompliziertes
Umwelt zurecht kommt, entwickelt er „hochkomplexe“ Verhaltensweisen
oder Symptome. Wir wissen ja, es gibt keine Krankheiten, sondern nur kranke
Menschen – oder anders gesagt, die Krankheit gehört zum Krankheitsträger.
Er müsste bei sich nachschauen, was arbeitet denn da eigentlich ?
Das ist sehr kompliziert, wenn man z.B. alle psychischen Ausdrücke
selbst wieder als Krankheit erklärt. Also, ganz einfach gesprochen,
wenn ein Menschen Stimmen hört – ist das eine Krankheit? Oder
ist das ein normales Zeichen bei bestimmten Randbedingungen? Er hat vielleicht
einen liebevollen Menschen verloren oder etwas nicht richtig verarbeitet
– wer weiß was geschehen ist: Das Leben selbst passierte.
Der Arzt erklärt kurzerhand diesen Ausdruck für krank, also
unnormal und damit hat der Mensch eine Krankheit und der Arzt eine Aufgabe.
Der Patient ist unschuldig und lässt alles geduldig wartend (patient)
über sich ergehen und wenn er damit nicht einverstanden ist, kann
er bei bestimmten Randbedingungen sogar zu seiner eigenen Sicherheit eingesperrt
werden – notfalls bekommt er Medikamente, die dieses „interne
Kopfgeschehen“ ungeschehen machen, bekämpfen, jedenfalls dämpfen.
OK, stark vereinfacht dargestellt, aber wir reden ja hier über die
„alte Frau“ und die „neue Frau“ – zwei Kippbilder.
Diese sind natürlich schon abstrahiert. Viele Details fehlen. Doch
nun zur „jungen Frau“.
Jetzt gibt es eine neue Methode der Selbsterfahrung: Die Synergetik
Therapie. Die Anwender sammelten sehr viele Informationen über
Menschen an sich, über deren „Innenwelten“ und auch über
kranke Menschen und wie dort die „Innenwelt“ aussieht. Synergetik
Therapeuten sammelten keine Informationen über Krankheiten wohlgemerkt,
denn dafür muß man auf die Uni usw...und viel Zeit investieren
oder wenigsten den Heilpraktiker machen oder wenigsten den kleinen Heilpraktikerschein
machen, damit man weiß, was man nicht darf, und was gefährlich
ist, wenn man heilen will. Aber Synergetik Therapeuten wollten gar nicht
heilen, denn sie freuten sich an den schönen Erlebnissen der Menschen,
die ihre Innenwelt erforschten – und siehe da, immer mehr wurden
gesund. Gesundheit ließ sich nicht mehr vermeiden und immer mehr
kranke Menschen kamen und wollten auch diese Erfahrungen, vielleicht tatsächlich
um ihre Symtome loszuwerden – aber man weiß es nicht so genau.
Denn von aussen sieht man es nicht, ob ein Mensch krank ist oder nicht
und sie wurden auch nicht gefragt.
OK, manche erzählten natürlich, das ein Arzt ihnen gesagt hätte,
sie hätten Krebs und welchen Schrecken oder auch Schock sie darüber
bekamen, denn sie dachten, jetzt müssten sie bald sterben. Aber Synergetik
Therapeuten sind eh nur an der Innenwelt interessiert und da gibt es keinen
Krebs höchsten Bilder vom Krebs. Oder der „Tod“ erschiehn
als „inneres Bild“ und gab bereitwillig Auskunft.
Synergetik Therapeuten lernten vorher in ihrer Ausbildung, dass es keine
gefährlichen „inneren Bilder“ gibt oder wenn doch, wie
man mit ihnen umgeht und sie entschärft. Es gab keine Zwischenfälle
all die langen Jahre und sehr sehr viel Heilung. Sogar körperliche
Symptome verschwanden.
Offentsichtlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem inneren
Erleben des abgespeicherten Lebens, dass noch einmal durchgekaut wird.
So wie eine Kuh ein Widerkäuer ist, räumen die Klienten in der
Innenwelt ihr Leben erneut auf und haben fortan Ordnung, Harmonie, Frieden
und auch sonstige positive Zustände in ihrer inneren Mitte: Kreativität,
Lebensfreude, Lachen Lust – also Leben pur.
Doch das darf nicht sein, das bedeutet offentsichtliche Konkurrenz zu
den bestehenden heilerischen Berufen des Arztes, Psychiaters und des Heilpraktikers.
Diese wissen natürlich ganz genau, wie gefährlich Krankheiten
sind und offentsichtlich haben Synergetik Therapeuten von der Gefährlichkeit
ihrer Tuns keine Ahnung. Daher muß diese Arbeit unterbunden werden,
denn die Volksgesundheit an sich ist in Gefahr. Jeder der sich in die
Praxis eines Synergetik Therapeuten begibt, kann potentiell darin umkommen,
denn in manchen Krankheiten lauern Gefahren, die selbst die erfahrenen
Psychiater und Ärzte nicht beherrschen.
So wurde dem Begründer der Synergetik Therapie tatsächlich seine
Arbeit verboten mit der Begründung: „die Durchführung
Ihrer Tätigkeit als Therapeut stellt eine akute Gefahr für die
öffentliche Sicherheit und Gesundheit dar.“
Krankheiten sind gefährlich und wer keine Ahnung davon hat, ist logischerweise
gefährlich. Da haben wir es wieder: Das offensichtlich paradoxe der
Existenz: Denn Bernd Joschko arbeitete nunmehr seit 17 Jahren synergetisch
ohne einen einzigen Zwischenfall. Gibt es einen besseren Beweis für
die Ungefährlichkeit als diese existentielle Beweislage? Gilt nicht
auch ein Mörder solange für Unschuldig, bis man wenigstens die
Leiche findet? Wurde hier einfach nur eine unliebsame Konkurrenz ausgeschaltet?
Denn Bernd Joschko hatte in dem Städtchen Goslar 30.000 Flugblätter
durch die Zeitung verteilen lassen, in der den Menschen vor Ort angeboten
wurde, sich selbst synergetisch zu Heilen.
Der Gedanke liegt nahe, denn das Gesundheitsamt argumentierte in der eigenen
Logik:
„Die synergetische Therapie soll eine
intelligente Krankheitsmeisterung darstellen und zwar bei nahezu allen
körperlichen und seelis chen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen.
Schon allein dies genügt, dass mögliche Klienten einen Besuch
bei Ihnen den eines Arztes vorziehen, und sich somit in Gefahr für
Leib und Leben bringen, schon allein aufgrund der Tatsache, dass durch
die Bezeichnung „Therapeut“ ein entsprechendes Vertrauen hervorgerufen
wird“.
Na, das ist deutlich: Erstens bedeutet das, der Arzt darf keine Konkurrenz
bekommen, zweitens, die Menschen sind alle „blöd“ man
muß sie vor sich selber schützen und drittens war es richtig
und wichtig, die Synergetik Praxis zu schliessen, denn was wäre passiert,
wenn die Menschen geheilt worden wären?? Was wäre passiert,
wenn der Brustkrebs der Brustkrebsklientin sich auflöst?
Dr. med Hepp, der Amtsarzt, argumentierte - unbewusst aber ehrlich - weiter:
„Die Entfernung des Schildes ist erforderlich, damit nach aussen
hin deutlich wird, dass Sie keine Therapie anbieten, die geeignet ist,
den Klienten von seinen Leiden zu befreien“.
Da war deutlich: Nieman darf sehen, dass es hier eine Therapie
gibt, die geeignet ist, sie , die Menschen, von ihrem Leiden zu befreien
– na das war doch paradoxerweise ehrlich.
Dr. med Hepp hatte kein einziges Wort mündlich oder schriftlich mit
Bernd Joschko gewechselt, obwohl er dazu mehrfach von ihm aufgefordert
worden war. Feigheit? Oder sinnvolles Verhalten?
Bernd Joschko hat wohlgemerkt tausende von Einzelsitzungen durchgeführt
und ist seit 23 Jahren ein erfahrener Therapeut, doch Dr. Hepp kam es
auf Tage an. Das Akutverbot war am 8. Januar 2004 geschrieben und er argumentierte
weiter: „Der Sofortvollzug ist zudem zwingend geboten, weil Sie
bereits seit dem 5. Januar 2004 die Synergetik Therapie in Goslar ausüben
und folglich jederzeit die Möglichkeit besteht, dass sich die oben
genannten Gefahren realisieren“.
Alte Frau oder junge Frau? Sind Krankheiten gefährlich oder sind
sie ungefährlich? Grundsätzlich wichtig ist, dass sie gefährlich
sind, denn dann haben nur Fachleute die nötige Kompetenz dafür.
Selbstverständlich sagen wir Synergetik Therapeuten den Menschen,
dass wir keine Fachleute auf dem Gebiet der Medizin sind und auch nicht
nach dem Heilpraktikergesetz heilen können, sondern „aktive
Selbstheilung durch synergetische Inneenweltreisen“ anbieten. Die
Wahlfreiheit ist die Basis für selbstverantwortliche Entscheidungen.
Aber auch das ist prinzipell nicht gewünscht. Wie schrieb Dr.
Fillipp vom Landratsamt Reutlingen am 8. März 2000 an Frau Dr. Klett
– Regierungspräsidium Tübingen zur Einschätzung
der Synergetik Therapie: „...führt
der in diesem Fall beschrittene Weg mit Erteilung von Auflagen in Form
schriftlicher Vorab-Erklärungen und Klienten-Informationen neben
der bereits erwähnten Duldung gleichermaßen zu einer prinzipiell
nicht gewollten Betätigungsöffnung für jedermann“.
Das war ebenfalls deutlich, und sinngemäß auf den Punkt gebracht:
Wir wollen keine Konkurrenz. Dr. Fillipp hat damals eine Strafanzeige
empfohlen, die dann auch durchgeführt worden ist, die Staatsanwaltswchaft
durchsuchte die Praxisräume und verhörte 19 „Geschädigte“
so wurden sie im Anhörungsbogen genannt – allerdings fühlte
sich keiner geschädigt, sondern waren überwiegend begeistert
und der Richter sprach den Synergetik Therapeuten 4 Jahre später
frei. Er kam aus der ehemaligen DDR und „fühlte sich wie früher
zu Hause bei der Stasi“. Auch hier: Kippbilder“.
Wir arbeiten mit „inneren Bilder“. Das tun
auch Psychotherapeuten oder Psychiater. Wir machen Selbsterfahrung in
der Innenwelt und darauf hat der Klient ein Recht, da er diese auch bezahlt.
Selbsterfahrung ist ein Lebensrecht, denn sie passiert ständig, ob
man will oder nicht. Nur gehen wir in die Innenwelt des Klienten, in seine
Privatspähre und trainieren sie dort. Wir bringen dem Klienten sozusagen,
wie ein Fahrlehrer seinem Schüler, Kenntnisse bei, wie er sich in
seiner Innenwelt bewegen und Gefahren meistern kann. Da es aber immer
auch Menschen gibt, die diese „inneren Erfahrungen“ vielleicht
nicht verkraften, stellt unser Angebot eine ständige potentielle
Gefahr da. Eine Hypothese ist nie beweisbar, da sie ja eine Hypothese
ist. D.h. von der Sichtweise des Münchner Referat für Gesundheit
und Umwelt darf dieses Angebot generell nicht angeboten werden, weil ja
der Einzelne zu Schaden kommen könnte. Also, wo kämen wir hin,
wenn der Fahrlehrer kein Autofahren anbieten darf, da einzelne Schüler
zu Tode kommen könnten oder der Skilehrer darf keine Skikurse anbieten,
weil der einzelne Schüler stürzen könnte oder Selbsterfahrung
ist verboten, weil einzelne Menschen dies nehmen um gesund zu werden –
unglaublich. Werden diese Menschen durch Innenweltreisen nicht gesund,
sind Synergetik Therapeuten sog. Scharlatane – werden die Menschen
gesund, ist es eine Straftat.
Der Synergetik Therapeut ist kein Fachmann von Krankheitsbildern, daher
kann er auch nicht erkennen, ob jemand krank ist und wenn ja, wer welche
Krankheit hat, denn die „innere Psyche“ wurde ja vorher in
Krankheitsbilder gepresst und nur diese Interpretationsebene zählt.
Da wir diese Krankheitsbilder nicht kennen, kann es ja dazu kommen, dass
wir nicht erkennen können: „ob die Behandlung begonnen werden
darf, aber auch gerade mit bezug auf die Psychotherapie gleichkommende
oder nahe stehende Tätigkeiten, schon wegen der Gefahr der Verkennung
der wahren Krankheitsursache“. (Referat für Gesundheit und
Umwelt in München).
Einfach ausgedrückt heißt dass, wir haben keine Ahnung, deshalb
haben wir keine Ahnung. Nur die Fachleute haben diese Kompetenz, daher
sind es kompetente Fachleute. Diese kompetenten Fachleute haben ihre Fähigkeiten
gerade nicht auf dem Gebiet der Innenweltreisen, als der menschlichen
Erlebniswelt, sondern auf einer reduzierten Wirklichkeitsebene des lebendigen
Ausdrucks des Lebens der sog. Krankheiten. Nur die Fachleute kennen den
Unterschied zwischen gesund und krank, einfach weil die Definitionen von
ihnen selbst vorgenommen wurden. Daher dürfen wir Synergetik Therapeuten
auch keine gesunde Menschen „behandeln“, denn wir haben auch
keine Ahnung von den Unterschieden zwischen kranken und gesunden Menschen
– daher ist zwingend unsere Arbeit zu verbieten. Da seid 17 Jahren
kein Fall vorgekommen ist, könnte er gleich morgen passieren.
Auf diesem Argumentationsniveau lässt sich alles totschlagen.
Da hat niemand eine Chance und es wird nur etwas sehr deutlich: Wir wollen
keine Konkurrenz. Auch das Verwaltungsgericht Braunschweig argumentiert
identisch paradox:
„Die Untersagung der Ausübung
der sog. Synergetik-Therapie bzw. des sog. Synergetik-Profiling konnte
ferner nicht auf einzelne Tätigkeitsbereiche bzw. einen bestimmten
Personenkreis, etwa „gesunde Klienten“, beschränkt werden,
da eine Untersuchung des Gesundheitszustandes des Klienten bzw. Patienten
vor dem sog. Therapiebeginn durch die Antragsteller gerade nicht erfolgt
und mangels medizinischer Kenntnisse auch nicht erfolgen kann. Die Untersagung
ist zudem ermessensfehlerfrei, da ein Verstoß jedenfalls im vorliegenden
Fall nicht (länger) hingenommen werden konnte. Hierfür spricht
schon, dass es sich bei der Ausübung von Heilkunde ohne erforderliche
Erlaubnis um eine Straftat handelt....Zweifel an der Rechtmäßigkeit
der Androhung eines Zwangsgeldes...bestehen ebenfalls nicht.“
Vereinfacht ausgedrückt, alles was heilt ist verboten und darf auch
nicht von gesunden Menschen genommen werden und wir (vom VG) haben auch
keine Zweifel daran. Was verboten ist, ist logischerweise eine Straftat,
daher ist sie zu verbieten.
3 Monate später hat das OVG diesen Beschluss
als Grundgesetzwidrig aufgehoben. Uff..
Das würde aber bedeuten, dass unsere Rechtsauffassung höherwertig
ist als die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts. Wir haben quasi
die Profis bei einer Unrechtstat erwischt. Was soll man auch dazu sagen,
wenn drei Richter grundsätzlich verbieten, dass gesunde Menschen
in ihrer Innenwelt herumsurfen? Dies betrifft einige Grundrechte, nicht
nur das Recht auf Berufsfreiheit der Synergetik Therapeuten. Erschreckend
ist, wie schnell sichtbar wurde, wie leicht Grundrechte von Richtern auf
Spiel gesetzt werden, obwohl offentsichtlich keine Gefahr vorhanden ist.
Was sind denn das für schlimme und gefährliche Krankheitsbilder
einzelner Menschen, die so gewichtig sind, dass man folgerichtig allen
Menschen eine innere Selbsterfahrung zwingend und akut verbieten muß.
Akute Gefahr ist immer Lebensgefahr – also hier wurden die schwersten
Geschütze aufgefahren, die es gibt und dafür sogar das Grundgesetz
missachtet. Mit diesem Vorwurf muß jetzt Dr. Hepp vom Gesundheitsamt
Goslar, Herr Oberinspektor Dobmeier und Verwaltungsoberamtsrat Müller
vom Referat für Gesundheit und Umwelt in München leben. Das
Verwaltungsgericht München hat einer Synergetik Therapeutin noch
den Satz aufgedrückt: „ Mir ist
bewusst, dass nicht auszuschliessen ist, das die beim Einsatz der Synergetik-Therapie
angewandten Maßnahmen im Einzelfall zu schwerwiegenden gesundheitlichen
Störungen führen können.“
Jeder Klient muß diesen Satz unterschreiben mit Angabe der Adresse,
die das Gesundheitsamt jederzeit einsehen kann...der große Bruder
lässt grüßen. Wir haben auch dagegen Einspruch beim Bayerischen
Verwaltungsgerichtshof erhoben (ist seit 10 Monaten noch nicht entschieden)
denn erstens ist dieser Satz inhaltlich falsch und eine Hypothese des
Gerichts (ohne Fachkenntnisse!), zweites sollte man den Menschen kein
„Bewusstsein“ vorschreiben – auch nicht in Bayern und
drittens ist die Selbsterfahrung durch Innenweltreisen eine Dienstleitung
zwischen erwachsenen Menschen, die das Amt nichts angeht. Denn diese Leistung
wird nicht von den Krankenkassen bezahlt. Wenn das so weitergeht, sind
morgen in Bayern Yogaübungen verboten, weil sich einer verrenkt hat
und übermorgen ist Meditation eine Gefahr, weil Menschen „innere
Fratzen“ sehen und Esoterik sowieso, weil da kann sich einer drauf
berufen, eine „innere höhere Macht“ hätte ihn beauftragt
Amok zu laufen...usw... Sollte man nicht viel lieber den Alkohol generell
verbieten, weil es immer wieder zu tausenden von Alkoholunfällen
kommt? Oder die Liebe, weil es immer wieder aus Liebeskummer Selbstmord
gibt?
Also, nur Fachleute sind kompetent, weil sie Fachleute sind.
Aber haben diese Fachleute auch eine Lebenskompetenz? Denn wir bieten
ja „Trainings“ in Lebenskompetenz an. Bei dem Bayerische Verwaltungsgericht
„bestehen Zweifel, dass die Anwender der Synergetik-Therapie ohne
jegliche fachmedizinsche Kenntnisse zusammen mit dem Klienten in der Lage
sein sollen, komplizierte innere Vorgänge bewusst zu machen, die
„innere Wirklichkeit zu verändern“ und – wie aus
dem Informationsblatt zu den Synergetik-Therapie Einzelsitzungen ersichtlich
– zur Erhöhung der Handlungskompetenz beizutragen und zur „intensiven
Selbsterfahung mit sich selbst“ zu führen. Ein solches Ziel
hat – mehr oder weniger – auch die Psychotherapie, die ein
akademisches Studium voraussetzt“.
Vereinfacht ausgedrückt heißt das: Für die Lebenskompetenz
braucht es ein akademisches Studium oder anders gesagt, die sind anscheinend
so gut, das darf nicht wahr sein. Ganz tief hat sich in die „Volksseele“
(in den „gesunden Menschenverstand“) eingegraben, dass nur
die Fachleute für Krankheiten Fachleute für kranke Menschen
sind. Aber das stimmt nicht mehr, denn Selbsterfahrung gibt es bei diesen
„Fachleuten“ nahezu nicht oder noch nicht – da haben
andere Berufsgruppen der spirituellen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten
diese sog. Fachleute „links überholt“. Wie kann das sein?
Oder anders gefragt:
Was ist aus heutiger Sicht an schlimmen seelischen Krankheiten schlimm?
Werden Menschen unberechenbar und somit gefährlich?
|
Hier ein Beispiel, womit gerne argumentiert wird:
Die schizophrenen Krankheiten.
Das sind gefährliche Krankheiten, die nur ein Fachmann beherrscht.
Allerdings sind diese Krankheiten noch nicht 100 Jahre alt und der Erfinder
heißt Eugen Bleuler. Schizophren ist der Begriff für psychisch
Kranke überhaupt. Eugen hat die vielfältigen Lebensäusserungen
„verrückter Menschen“ katalogisiert und jeder Eigenschaft
einen Namen – ein Etikett - zugeordnet. Als Oberbegriff bastelte
er dieses Kunstwort: „Gespalten“ von schizo und „Seele“
von phren. Damit war ein Fachwort kreiiert und eine Krankheit geboren.
Die sog. „Schizophrenen“ waren vorher die gefährlichen
und unberechenbaren Menschen, wenn der Zustand nicht nur vorübergehend
war, war er ja unabänderlich also unheilbar – warum auch immer.
Faktisch war und ist der Zustand „Krankheit“ immer seelischer
Ausdruck, hervorgerufen durch das Leben. Aber jetzt hatte man diese Phänomene
in abstrakte Begriffe gepresst. Das „gefährliche Leben“
war scheinbar behandelbar geworden und wenn nicht, wurden diese Menschen
zu ihrem eigenen Schutz „eingesperrt“ – auch heute noch.
Würde man diese Menschen ernst nehmen und mit ihnen in ihre Innenwelt
gehen, könnte man ihnen sehr helfen. Dies tun Synergetik Therapeuten,
darin sind sie ausgebildet und die besten Fachleute weltweit. Wir surfen
tagtäglich in diesen Innenwelten, da wo die „Stimmen“
wohnen...usw. Der kranke Mensch wird zu einer „Kuh, die das Heu
wiederkeut“. Der Klient verarbeitet sein Leben nocheinmal –
erlebnisorientiert. Dazu braucht es kein akademisches Studium, sondern
selbsterfahrene Menschen, die selbstbewusst sind und nicht so ängstlich
wie Ärzte, die bei „Stimmen hören“ sofort die chemische
Zwangsjacke verabreichen.
Paranoide Schizophrenie
Der Kranke fühlt sich verfolgt, glaubt, daß ihm Gedanken entzogen
oder eingegeben werden, daß man seine Gedanken lesen kann. Zudem
hat der Kranke akustische Halluzinationen. Er hört Stimmen, die ihm
etwas befehlen, oder seine Handlungen kommentieren. Das Denken ist gestört.
Abhilfe: Einige synergetische Innenweltreisen, indem der Klient seine
Innenwelt kennenlernt und somit seine Handlungen wieder in die eigene
Kontrolle bringt.
Hebrephene Schizophrenie
Das Denken des Patienten ist zerfahren, ebenso die Sprache. Es treten
Minussymptome wie Antriebsschwäche und Stimmungstiefs auf. Der Erkrankte
isoliert sich sozial. Soll nur bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
diagnostiziert werden.
Abhilfe: Einige synergetische Innenweltreisen, indem der Klient seine
Innenwelt kennenlernt und somit seine Handlungspower wieder in Schwung
bringt.
Katatone Schizophrenie
Der Kranke hat Psychomotorische Störungen, die zwischen Erregung
und Stupor (Bewegungslosigkeit) schwanken können.
Abhilfe: Einige synergetische Innenweltreisen, indem der Klient seine
Innenwelt kennenlernt und somit seine Handlungen wieder in die eigene
Kontrolle bringt.
Schizoaffektive Störungen
Bei diesem Krankheitsbild ist die Schizophrenie mit manisch-depressiven
Elementen vermischt. Der Kranke hat starke Stimmungsschwankungen.
Abhilfe: Einige synergetische Innenweltreisen, indem der Klient seine
Innenwelt kennenlernt und somit seine Handlungen und Stimmungsschwankungen
wieder in die eigene Kontrolle bringt.
Postschizophrene Depressionen
Häufig bekommen Kranke nach der Psychose eine Depression. Die schizophrenen
Symptome treten dann in den Hintergrund.
Abhilfe: Einige synergetische Innenweltreisen, indem der Klient seine
Innenwelt kennenlernt und somit seine Handlungen wieder in die eigene
Kontrolle bringt und seinen Antrieb wieder findet.
Schizophrenia simplex
Bei dieser Art der Erkrankung kommen die Symptome schleichend über
Jahre hinaus zum Vorschein.
Abhilfe: Einige synergetische Innenweltreisen, indem der Klient seine
Innenwelt kennenlernt und somit seine Handlungen wieder in die eigene
Kontrolle bringt. Je früher desto besser: Am besten schon im Kindesalter
lernen, mit sich und seiner Innenwelt umzugehen.
Also sie sehen, alles nur Lebensäußerungen,
die Ärzte und Psychiater nicht beherrschen und lieber in Etiketten
kleiden und sich zu den alleinigen Fachleuten erklären. Damit sind
viele dieser Krankheiten und kranke Menschen unheilbar und somit steigt
wiederum die Kompetenz der Fachärzte.
Eine andere Art der Einteilung unterscheidet zwischen positiven und negativen
Symptomen. Positiv heißt hier, es ist da, sollte aber fehlen. Minus
heißt hier es fehlt, sollte aber da sein.
Plus-Symptomatik
- Halluzinationen
Akustische oder visuelle Halluzinationen. Meist ist es das Stimmenhören.
- Wahn
Der Kranke hat Wahnvorstellungen. Er meint verfolgt zu werden, oder seine
Gedanken können gelesen werden oder sie werden ihm entzogen.
- Denkstörungen
Das denken ist zerfahren, oder so schnell, daß die Gedanken nicht
verfolgt werden können. Alles ist unlogisch und konfus.
- Ichstörungen
Der Kranke kann nicht erkennen wo er selbst aufhört und seine Umwelt
änfangt. Er fühlt sich sozusagen körperlos.
Minus-Symtomatik
- Apathie
Der Kranke hat keinen Antrieb und hat zu nichts Lust. Er tut den ganzen
Tag gar nichts.
- Emotionslosigkeit
Der Kranke hat keine Emotionen. Er kann weder Trauer, Freude, Wut usw.
ausdrücken.
- Depressionen
Der Kranke hat nur Negative Gedanken. Auch hat er weniger Gedanken. Oftmals
denkt er nur an Selbstmord.
- sozialer Rückzug
Der Kranke zieht sich von seiner Umwelt zurück. Er hat kaum noch
Kontakte zu anderen Menschen.
Behandlung
Die Behandlung dieser unterschiedlichen „Lebensäusserungen“
werden durch die Fachleute generell durch die Verabreichung von Medikamenten
versucht, damit werden diese Menschen allerdings nicht in ihrer „Lebenskompetenz“
trainiert und daher sind diese Krankheiten offentsichtlich „unheilbar“
und somit sind diese Menschen Dauerkunden.
1) Ein Hauptbestandteil der heutigen Schizophrenie-Behandlung ist die
Verabreichung von Neuroleptika. Die Sogenannte Dopamin-Hypothese besagt,
daß zuviel Dopamin an den Rezeptoren der Neurotransmitter gebildet
wird. Die Neuroleptika verringern die Dopamin-Produktion an den Synapsen
und führen so zu einer Besserung der Krankheit. Da die Neuroleptika
viele Nebenwirkungen haben werden sie allerdings nicht gerne genommen.
Um zu verhindern, daß die Neuroleptika vom Patienten selbstständig
abgesetzt werden, werden sie auch in Form von Depotspritzen verabreicht.
2) Beschäftigungstherapie/Ergotherapie
In der Beschäftigungstherapie werden die Konzentration und handwerkliche
Fähigkeiten trainiert. Dort kann man mit Holz und Ton arbeiten sowie
Seidenmalerei, Korbflechten, Papierarbeiten usw. betreiben. Malen kann
man auch. Auch kann man Denksportaufgaben lösen, damit die Konzentration
gestärkt wird.
3) Gruppentherapie
Schizophrene, die an einer Gruppentherapie teilnehmen haben geringere
Rückfallquoten als die, welche nicht daran teilnehmen. In diesen
sogenannten Bewältigungsgruppen werden Erfahrungen über die
Krankheit ausgetaucht und Fragen geklärt. Ein Psychiater/In oder
eine PsychologIn betreuen diese Gruppen.
4) Verhaltenstherapie
In der Verhaltenstherapie wird mit Hilfe einer Psychologen versucht Fehlverhalten,
daß zu Streß führt, zu vermeiden und richtiges Verhalten,
daß Psychosen verhindert einzuüben. Die Psychologin hilft einem
einen Wochenplan auszuarbeiten, stellt mit einem Lebensziele auf und zeigt
einem Techniken, die einem Anzeigen, wann man wieder eine Psychose bekommt
und hilft diese abzumildern.
5) Psychoanalyse
Sehr wenige Psychoanalytiker trauen sich an die Behandlung von Schizophrenen.
Die Behandlung ist meist langwierig und schwierig. Der Psychiater/Psychologe
Stavros Mentzos hat die Psychoanalyse abgewandelt und eine Form für
Psychoseerkrankte gefunden.
6) Soziotherapie
Schon während des Krankenhausaufenthalts kümmert sich ein Sozialarbeiter
um Mietangelegenheiten, die Arbeitsstelle und Behördengänge.
Auf Wunsch kann der Patient auch nach dem Krankenhausaufenthalt betreut
werden. Manche Kranke gehen in betreute Wohnheime, wo sie von Sozialarbeitern
und Psychiatern betreut werden.
Was sind denn die Ursachen? Welche Erklärungen wurden denn
von den Fachleuten gefunden?
Allgemein heißt es: Wahrscheinlich gibt es keine einzelne Ursache
der Schizophrenie, sondern eine Mischung aus den unten Angeführten
Einzelursachen. Natürlich liegen die Ursachen nicht in der Lebensverarbeitung,
sondern wie üblich im körperlichen. Aber warum dort diese Symptome
sich so artikulieren, wird nicht nachgefragt,
Warum ist es Winter? Weil es schneit? Woher kommt Demenz? Der Hauptrisikofaktor
ist das Alter?
1) Stoffwechselstörungen
Die Dopamin-Hypothese besagt, daß an den Synapsen der Nervenzellen
im Gehirn zuviel Dopamin produziert wird, und es so zu Denkstörungen
kommt. Die Botenstoffe funktionieren nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip.
Dopamin ist auch für die Kreativität der Menschen verantwortlich.
Die genauen Zusammenhänge dieser Stoffwechselstörung sind aber
nicht bekannt. Zudem könnten auch andere Botenstoffe wie Serotonin
daran beteiligt sein.
2) Genetische Ursachen (Das allerwelts Argument - früher war es der
„Teufel“.)
Aus Untersuchungen weiß man, daß Kinder von einem Schizophrenen
Elternteil zu 15% an Schizophrenie erkranken. Wenn beide Elternteile erkrankt
sind steigt die Wahrscheinlichkeit auf über 50%. Trotzdem ist es
bisher nicht gelungen ein Schizophrenie-Gen zu isolieren. Bei eineiigen
Zwillingen erkranken 50% der zweiten Zwillinge, wenn einer an Schizophrenie
erkrankt. Bei Kindern von schizophrenen Müttern, die zur Adoption
freigegeben sind liegt der Anteil bei 10-15%. Es müssen also noch
andere Faktoren eine Rolle spielen. Man geht im allgemeinen von einer
Veranlagung für Schizophrenie aus, die aus einer Empfindlichkeit
gegenüber der Krankheit resultiert.
3) Psychosoziale Ursachen
Hiermit sind Streßsituationen gemeint, die zum Auslöser der
Schizophrenie werden können. Der Kranke hat nicht gelernt mit Streßsituationen
wie Arbeitsstreß oder Familienproblemen umzugehen.
4.) Kommunikationsstörungen
Gregory Bateson macht Kommunikatiosstörungen für die Schizophrenie
verantwortlich. Bei seinen Untersuchungen zeigte sich, daß in Familien
mit Schizophrenen gehäuft "double binds" vorkommen. Doppelbindungen
sind Befehle, die sich nicht erfüllen lassen, weil sich beide Teile
des Befehls sich wiedersprechen. Diese Ursache ist aber umstritten.
Was tut die Forschung?
In der Forschung werden vor allem biologische Krankheitsursachen untersucht.
So werden mit Computertomographen und anderen Methoden die Neurotransmittertätigkeit
im lebenden Gehirn untersucht. Auch sucht man schon lange nach einem Schizophrenie-Gen.
Zudem werden Gehirne von Kranken mittels Röntgen oder Computertomographie
auf physische Abnormalitäten hin untersucht. Bislang fand man jedoch
keine Abnormalitäten bei allen Kranken.
Die Menschen mit diesen Krankheiten sind Menschen mit weniger
Rechten
Wenn man während seiner Psychose gewälttätig wird, oder
Selbstmordversuche begeht, kann man zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen
werden. Ein Beschluß nach dem Psychisch-Kranken Gesetz (PsychKG)
kann zu einem Freiheitsentzug von mehreren Wochen oder nach dem Ermessen
der Ärzte führen. Dann bleibt man eingesperrt, bis der Beschluß
aufgehoben wird.
Neuerdings kann man auch einen Behandlungsvertrag mit dem Krankenhaus
abschließen, indem man bestimmte Behandlungsverfahren und Medikamenten-Unverträglichkeiten
angibt. Doch noch nicht alle Krankenhäuser erkennen sie an. Genauso
kann man ein Psychiatrisches Testament mit Angabe von Betreuern und Vertrauenspersonen
sowie Behandlungsanweisungen in Bezug auf Medikamente beim Krankenhaus
hinterlegen. Schizophren wird auch immer wieder mit multipler Persönlichkeit
verwechselt. Aber auch dies ist eine spezielle Lebensäußerung
der Innenwelt dieser ;Menschen.
Fazit: Wir sind nicht für die Behandlung von Krankheiten
zuständig, aber sollten sog. unheilbare kranke Menschen auf die Idee
kommen, in ihrer Innenwelt nachzuschauen, was da arbeitet, sind Synergetik
Therapeuten die besten Spezialisten.
Wenn sich das rumspricht und diese Menschen gesund und glücklich
werden, was ist daran auszusetzen?
Hier ein Brief eines Menschen, der neugierig auf sich selbst geworden
ist (Darf man das verbieten?):
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