Der Weg ist das Ziel; denn
jeder Weg arbeitet mit dem Prinzip Selbstorganisation
- oder: "Man muß schon viel gegen das Leben unternehmen, um krank
zu werden".
Ein kleines Kind stößt beim Spielen gegen einen Tisch und erlebt
den dabei ausgelösten plötzlich auftauchenden Schmerz als zu diesem
Tisch gehörend. Die Mama unterstützt diese Sichtweise unbewußt
mit den tröstend gemeinten Worten: "Der böse Tisch!". So
oder so ähnlich verlaufen sehr viele Grunderfahrungen junger Menschen in
der Begegnung mit der Welt - sie wird folgerichtig aufgeteilt in gut und böse,
richtig und falsch; feste Glaubenssätze entstehen. Später differenzieren
sich diese Ansichten zu eigenen festen Meinungen über die Welt und das
Leben und korrespondieren mit gelebtem Verhalten. Wenn in diesem Kontext Krankheiten
auftauchen, werden diese wie der böse Tisch wahrgenommen: Der böse
Krebs wird bekämpft und weggeschnitten. Der Träger des Krebses wird
zum unschuldigen Opfer erklärt, dem man helfen muß ­p; trösten
wie Mami. Was läuft da falsch? Warum hat sich diese herrschende Meinung
so fest etabliert? Der Tisch hat niemals etwas aktiv getan, er stand nur 'rum
- das Kind lief gegen ihn. Da es existenziell keine Krankheiten gibt, sondern
nur kranke Menschen, ist eine Krankheit immer zum Krankheitsträger zugehörig
­p; wird vom ihm "produziert". Hinter der Krankheit liegt immer
ein aktives Geschehen gegen die Regeln des Lebens. Jede Krankheit ist aktiv
erzeugt, so wie der Schmerz, den das Kind spürt, wenn es gegen den Tisch
stößt. Sollen wir jetzt den Tisch bekämpfen oder dem Kind geschickteres
Laufen beibringen? Die Schulmedizin hat sich auf's Tischerücken spezialisiert;
keiner kann besser Symptome bekämpfen wie sie; doch von Heilung hat sie
keine Ahnung.

Die letzten Jahrzehnte
brachten eine Wendung. Viele neue ganzheitlichen Therapiemethoden entstanden
aus den in Selbsterfahrungsgruppen erlebten neuen Sichtweisen, wo der einzelne
Mensch sich als aktives selbstbestimmtes Wesen aus Körper, Geist und Seele
erleben durfte. Die Selbstverantwortung rückte dadurch immer mehr in den
Mittelpunkt: Das Individuum als Kreator seines eigenen Lebens ­p; als Schöpfer
von Freude und Leid - legt auch die Aufgabe nahe, sich ebenfalls als Schöpfer
seiner Krankheiten zu sehen und diese dann auch folgerichtig selbst aufzulösen.
Aus diesem Hintergrund heraus ist auch die Methode der Synergetik Therapie zu
sehen, die sich selbst als Anleitung zur Selbstheilung versteht und großartige
Erfolge bei der Auflösung von Krankheitshintergründen vorzuweisen
hat. Die gezielte Erzeugung von Spontanremissionen ist machbar ­p; ein Widerspruch
in sich, so wie der scheinbare Widerspruch des deterministischen Chaos?
Was hat Synergetik mit Selbstheilung zu tun oder warum laufen Selbstheilungsprozesse
per Selbstorganisation.
Eine Welterklärung, die sich auf mechanische Gesetze beruft, greift zu
kurz, denn sie reduziert die Vielfalt der lebendigen Welt und befriedigt nur
den Wunsch nach Überschaubarkeit und Kontrolle. Doch auch diese angebliche
Herrschaft über Krankheiten ist längst eine massive Selbsttäuschung
geworden, denn bisher konnte z.B. die Krankheit Krebs nicht erklärt oder
sogar geheilt werden.
Die Synergetik Therapie hat ihre Erkenntnisse aus Selbstheilungsprozessen gewonnen,
die Menschen an sich durchgeführt haben. Die Basis dieser Heilungsprozesse
ist nicht die Erforschung von Krankheiten, sondern die Erforschung von Innenwelten
kranker Menschen und somit ist die Anwendung dieser Methode an die Bearbeitung
und Veränderung von Innenwelten gebunden. Dies kann nur jeder selbst durchführen.
Der Klient, der dies erlebt, verändert auch gleichzeitig die Wahrnehmungsprozesse
über seine Welt, d.h. die Beschäftigung mit der Wirkungsweise der
Welt verändert diese wiederum. Hier handelt es sich also um Rückkoppelungen,
die Neues entstehen lassen, also Emergenz erzeugen und mit den Prinzipien der
Selbstorganisation erklärbar sind.
Synergetik: die
Lehre vom Zusammenwirken der Kräfte, beschreibt als eine neue moderne Strukturwissenschaft
dieses neue Verständnis von der Welt. Sie ist die Wissenschaft vom Zusammenwirken
von Teilen zu einem sich selbst strukturierenden Ganzen und erklärt im
Verbunde mit anderen Strukturwissenschaften wie Systemtheorie und Chaostheorie
so komplexes Geschehnisse wie die Entstehung von Schäfchenwolken, Meeressandmuster,
Strudelbildungen sowie die vielfältigen Wachstums- , Regenerations- und
Evolutionserscheinungen von Lebewesen. Diese Tendenz des Lebens, eine aus sich
selbst herausgestaltete Entwicklung zu nehmen, läßt sich eindeutig
auch in den Selbstorganisationsprozessen der Energiebilder im Gehirn wiederfinden,
jedoch gibt es dort Kräfte, die diese Selbststrukturieungsprozesse in bestimmte
Richtungen lenkt und so zu archetypischen Ordnungsmustern führt. D.h. man
muß dem Gehirn nicht sagen, wohin es sich selbstorganisatorisch entwickeln
soll, sondern nur die Prägungsblockaden herausnehmen.
Der sich automatisch
herstellende Gesundheitszustand wirkt wie ein verborgener Attraktor, auf den
sich alle Informationsstrukturen wie von selbst hinentwickeln. Dies geschieht
am einfachsten durch die Zerstörung der alten Energiebildmuster, durch
die Zerstörung der neuronal abgespeicherten Informationsmuster, durch die
Zerstörung der alten abgespeicherten Lernerfahrungen über das Leben.
Neu lernen bedeutet in diesem Sinne kein Umlernen, sondern eine Überwindung
der alten geglaubten Wahrheiten über sich und die Welt, die nicht authentisch
sind ­p; dies geschieht durch aktive Selbsterfahrung in der Innenwelt als
Spiegel der äusseren Welt. Jedoch sind hier die Gesetzmäßigkeiten
anders als in der physikalischen äusseren Welt und die dabei ablaufenden
Selbstorganisations-prozesse können direkt beobachtet werden: Das Gehirn
lernt wie es lernt, so wie ein Kind beim Laufen laufen lernt. Der Weg ist das
Ziel und er entwickelt sich aus sich selbst heraus ­p; keiner sagt, wo es
lang geht!
Auch in die moderne Gesundheitsforschung sind die Selbstorganisations- und Sytemtheorien
eingeflossen und fanden als einer der perspektivenreichsten Ansätze in
dem von dem amerikanisch-israelischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky entwickelten
Salutogenese-Konzept Ausdruck (Die Lehre von der Gesunderhaltung). Er kritisiert
den pathogenetischen (krankheitserregenden) Ansatz der Medizin, für den
der hochgeordnete Zustand der Gesundheit der Normalzustand des Organismus ist.
Erst wenn dieser Ordnungszustand in Richtung Unordnung abgleitet ­p; also
Krankheit entsteht ­p; wird nach Erklärungen und krankheitsfördernden
Faktoren gesucht. Antonovsky kehrt diese Perspektive um und meint: Gesundheit
ist ein erklärungsbedürftiger Zustand, der der nahezu überall
auftauchenden Tendenz in Richtung Unordnung und Krankheit aktiv durch gesundheitsfördernde
- salutogenetische - Prozesse abgerungen werden muß. Er verändert
die Fragerichtung von "Was macht krank?" in "Was macht gesund"?
Sein gefundener konstruierter Hauptfaktor nennt er Kohärenzgefühl:
das Gefühl mit sich und der Welt im Einklang zu sein ­p; die Welt ist
sinnvoll verstehbar und gelingend zu handhaben. Ein eigens entwickelter Fragebogen
(www.salutogenese.org/Fragebogen.htm) korreliert nach den weltweit bisher mehr
als 100 Studien zuverlässig mit seelischer Gesundheit und allgemeinem Wohlbefinden
­p; der Zusammenhang zwischen objektivierbaren Parametern der körperlichen
Gesundheit (Krankheitstage, Blutdruck usw.) ist jedoch nicht gesichert. Die
Erarbeitung einer Therapiemethode, die diesen Faktor erhöht, fehlt allerdings
bisher.
Hier bietet sich die Synergetik Therapie an, die auf die Veränderung der
inneren Zustände ausgerichtet ist und von daher dieses Kohärenzgefühl
direkt erzeugen kann. Wir wissen alle daß Liebe heilt ­p; doch bleibt
immer die alte Frage: Wie bitte erreiche ich diesen Zustand? Gibt es eine konkrete
Methode dazu? Jeder Pfarrer predigte von der Kanzel : Liebe Deine Feinde, selbst
die Psychotherapeuten fordern die Integration des Schattens, doch keiner sagt,
wie es geht. Genau dort hat jedoch die Synergetik Therapie wertvolles Handwerkszeug
gesammelt und festgestellt, daß neue Ordnungszustände immer von selbst
entstehen, denn das Gehirn als Teil der Evolution arbeitet ebenfall synergetisch.
Im Gegensatz zu der Sichtweise von Antonovsky ist in der Synergetik Therapie
der hochgeordnete Zustand der Gesundheit der Normalzustand des Organismus, nur
muß man ihn erlauben. D.h. alle einflussnehmenden Prägungsfaktoren,
die sich als Erlebnisse im Gehirn eingelagert haben, verhindern diesen sich
selbstorganisierenden Zustand der seelischen und körperlichen Gesundheit,
so daß es um die zentrale Frage geht: Wie erkennt und verändert der
Klient schädigende Einflüsse des Lebens, die in ihm Spuren hinterlassen
haben im nachhinein und in eigener Verantwortung. Kann man gelebtes Leben im
nachhinein verändern?
Ja,
man kann. Aus verschiedenen Selbsterfahrungstherapieansätzen und aus tausenden
von Einzelsitzungen in Tiefenentspannung konnte die Wirksamkeit von Veränderungsmassnahmen
gewichtet werden und ist in dem Basishandwerkszeug zur Synergetiktherapie niedergelegt.
Die Anwendung dieses Handwerkszeugs verändert die Innenwelt des Klienten
und erzeugt somit Emergenz: Selbstorganisationsprozesse und Selbstheilung bis
auf die körperliche Ebene korrelieren mit einer neuen selbsterlebten Wahrnehmungsveränderung
der Welt. Der wichtigste Ordnungsparameter heißt hierbei "Handlungskompetenz",wieder
Herr in seiner Innenwelt werden. Psychotherapeutisch gesprochen werden abgespaltene
Seelenanteile (Schatten) wieder integriert. Dies geschieht durch aktive Transformationsarbeit
des Klienten unter kompetenter Begleitung eines Synergetik-Therapeutendirekt
mit den in Tiefenentspannung auftauchenden Seelenbildern. Kohärenzgefühl
ist dabei das Ergebnis von dieser erlebter und ausgeweiteter Handlungskompetenz.

Synergetik
wird als neuer optimistischer Versuch von Wissenschaftlern zur Beschreibung,
Erklärung und Unterscheidung und möglicherweise sogar Vorhersage des
Verhaltens evolvierender dynamischer Systeme im allgemeinen und lebender Systeme
im besonderen, betrachtet. Der Ansatz von Hermann Haken überschreitet die
traditionellen Grenzen der bisherigen Wissenschaften und bildet eine neue Meta-Wissenschaft.
Der mechanistische Ansatz der kausalen Zusammenhänge zwischen Ursache und
Wirkung, der in der Schulmedizin dominiert, wird somit überwunden. Symtombekämpfung
mit dem Nebeneffekt der Informationsvernichtung geschieht durch Erzeugung von
neuen höherwertigen Ordnungsmustern, die nur von wenigen Ordnungsparametern
determiniert sind. So gilt es vielmehr Hintergrundstrukturen zu Krankheitssymptomen
in neuronalen Netzwerken aufzufinden und diese ganzheitlich eigenverantwortlich
synergetisch abzuändern. Dies geschieht am einfachsten mit der inneren
Bilderarbeit. Diese selbsterzeugten Selbstheilungsprozesse, die in Tiefenentspannung
mittels Selbstorganisationsprozessen durch innere Konfrontation der neuronalen
Energiebilder vom Klienten selbst erzeugt werden, stellen ein weiteres Gebiet
dar, diesen modernen nicht mechanistischen Erklärungsansatz der Strukturwissenschaften
als ein neues Anwendungsgebiet der modernen Gesundheitsforschung zu etablieren.
Das Synergetik Therapie Institut erforschte in tausenden von Einzelsitzungen
die inneren Gesetzmäßigkeiten der Veränderung von Innenwelten
von kranken Menschen: Ein neues Berufsfeld entstand ­p; der Synergetik Therapeut.
Bisher absolvierten über 200 Menschen die Grundausbildung und etwa 100
selbständige Therapeuten arbeiten z.Zt. professionell mit der Anleitung
zur Selbstheilung auf dem freien Markt, parallel zum Arzt, Heilpraktiker und
Psychotherapeuten in eigener selbständiger Praxis. Der Synergetik Therapeut
unterliegt nicht dem HP-Gesetz, da sein Arbeitsansatz dem eines Begleiters entspricht
und das wirksame Element als aktive Selbsterfahrung des Kienten mit sich und
der Welt betrachtet werden kann. Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheiten
konnten sich dadurch selbst effektiv heilen.
Die Synergetik Therapie wurde 1988 von dem Physik-Ing. Bernd Joschko begründet.
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