| Herzmedizin | |
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Die
Schulmedizin bearbeitet Symptome und ignoriert die Seele - Beispiel: Herzmedizin |
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Wie herzlos
ist die Herzmedizin?
,,Nicht das Organ ist krank, formulierte Viktor von Weizsäcker
in den 40er Jahren das wegweisend neue Menschenbild der Psychosomatik,
sondern der ganze Mensch.
Für die Herzmedizin ist dieses Verständnis am Ende des Jahrhunderts
merkwürdig fremd geblieben. Obwohl nach einer jahrzehntelangen, weltweiten
Forschung gesichert ist, daß ,,weiche, psychosoziale Faktoren
wie Angst, depressive Verstimmungen, sowie soziale Isolation, Hoffnungslosigkeit
oder ,,emotionaler Streß den Verlauf aller koronaren Herzerkrankungen
wesentlich bestimmen, orientiert sich die Kardiologie an den medizinischen
,,Standardrisikofaktoren: Hoher Blutdruck, Nikotin, erhöhte
Blutfettwerte bei LDL-Cholesterin und Triglyceriden, Diabetes mellitus
oder Übergewicht.
Für anerkannte Gesundheitsforscher wie Harvard-Herzmediziner Dean
Ornish oder den Düsseldorfer Medizinsoziologen Johannes Siegrist
bleibt das schulkardiologische Risikofaktorenmodell zwar wichtig, es müsse
in seinem absoluten Anspruch aber als gescheitert verstanden werden -
trotz ungebrochen starker Forschungstätigkeit erkläre es insgesamt
weniger als 50 Prozent aller Herzerkrankungen. Über den Rest wird
in der Schulkardiologie offensichtlich geschwiegen: ,,in gängigen
Lehrbüchern der inneren Medizin oder Kardiologie bemängeln
die Frankfurter Herzforscher Jochen Jordan und Benjamin Barde, ,,spielen
psychosoziale Aspekte kaum eine Rolle. Die Forscher vermuten, daß
die vielfältigen psychodynamischen Einflüsse bei Herzerkrankungen
vielen Medizinern zu komplex oder widersprüchlich erschienen und
daher für das traditionelle, lineare ,,Schubladendenken der
Schulkardiologie ungeeignet seien....
Aufgrund ihrer einseitigen körperlichen Orientierung an den Standardrisikofaktoren
- und dem Glauben an die vermeintliche ,,Grandiosität der technischen
Möglichkeiten - mache sich die deutsche Herzmedizin fortgesetzter
Kunstfehler schuldig. Wie klinische Erfahrungen zeigten, bleibe nämlich
ohne eine psychotherapeutische Begleitung und Aufarbeitung der traumatischen
Erfahrungen, wie Todesangst und tiefgreifender ,,biographischer Brüche
herzkranker Menschen, jede heilende oder rehabilitative Behandlung medizinisch
fragwürdig.
So seien kardiologische Erfolge wie bei der Ballondilatation nur ,,von
begrenzter, oft kurzer Dauer, klagt etwa Klaus Held, Vorsitzender
der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation,
wenn die atherogenen Risikofaktoren und biografischen, lebensstilbezogenen
Hintergründe in der rehabilitativen Anschlußheilbehandlung
nicht ebenso erfolgreich beeinflußt würden. ...
Die Herzmedizin muß in Zukunft den ganz konkreten Einzelfall erforschen
und behandeln. Zur Kontrolle des koronaren Risikoverhaltens,
erkannte Friedrich Strian, Leiter der neurologischen Ambulanz des Münchner
Max-Planck-Instituts, seine individuellen Verhaltensanalysen und Behandlungsstrategien
weitaus erfolgversprechender, als die gängige Praxis
verallgemeinernder Modelle.
Die moderne Forschung der Herzmedizin nähert sich immer mehr der
Sichtweise der Synergetik Therapie Forschung an, wie die oben genannten
Tatsachen und Meinungen deutlich erkennen lassen.
Es geht immer nur um den konkreten Einzelfall, um das kranke Individuum
mit seinen speziellen Erlebnissen und daraus resultierenden Verhaltensweisen
und nicht um die statistisch erfaßten Risikofaktoren, die im Einzelfall
zur Erklärung bzw. zur Veränderung, also zur individuellen Heilung,
nicht ausreichen. Es reicht nicht aus, dem Herzkranken seine Symptome
wegzunehmen und ihn dann wieder sich selbst zu überlassen, ohne daß
eine innere Heilung passiert oder initiiert wird. Es ist auch nicht nötig
auf äußere Veränderungen zu setzen, die als
Rückwirkung auf seinen Organismus Heilungsprozesse in Gang setzen,
denn der kranke Mensch mit seinen Herzbeschwerden - das Herz beschwert
sich - bekommt seine Herzbeschwerden direkt als ein Ergebnis komplexer
Wirkungen aus seiner Innenwelt. Dort sind alle Informationen abgespeichert,
die diese Herzbeschwerden verursachen. Natürlich kann dann als Sekundäreffekt
der Klient auch äußere Veränderungen einführen,
denn innere Veränderungen führen auch immer zu äußeren
Verhaltens- und Wahrnehmungsveränderungen. Der umgedrehte Weg ist
schwieriger.
Das individuelle Vorgehen hält auch die Bremer Gesundheitsprofessorin
Annelie Keil für notwendig. In einer Pilotstudie über die psychodynamischen
Hintergründe von herzkranken Rehapatienten sei deutlich geworden,
daß Streßbewältigungsprogramme nicht einfach mechanistische
Hilfsprogramme - etwa Sport, gesündere Ernährung oder
gemeinsames Töpfern - sein dürften, sondern individuell konzipiert
werden müßten.
In diesem Gedankengang von Frau Keil liegt immer noch die Sichtweise,
daß durch äußere Veränderungen im Lebensstil oder
den psychosozialen Faktoren das Allheilmittel zur Heilung zu suchen ist.
Warum denn so umständlich, Frau Keil - wie bei einem Kühlschrank,
an dem die rote Warnlampe angeht, sucht jeder Techniker sofort im Betriebssystem
nach, wo der Informations- und Steuerungsfehler liegt. Schulmedizinische
Ärzte schrauben gerne die Birne heraus, gesellschaftskritische Wissenschaftler
suchen gerne in der Umgebung die Ursache für die Fehlfunktionen
- naturwissenschaftliche Forscher untersuchen den direkten Wirkungszusammenhang.
In der Synergetik Therapie wird daher direkt in der Innenwelt in den neuronalen
Energiebildern die komplexartig vernetzte Energiestruktur synergetisch
aufgedeckt und direkt verändert. Denn in der Innenwelt sind alle
relevanten soziobiografischen Daten neuronal abgespeichert. Sie sind sogar
dort fraktal reduziert auf die wirkende und störende Energiestruktur,
so daß man nicht im Außen wie in einem Heuhaufen,
soziobiografischer Daten, die Stecknadel zu suchen braucht.
Annelie Keil rät denn auch folgerichtig, daß die kardiologische
Rehabilitation eine biografische Wissenschaft werden müsse.
Damit werden alle wirkenden Einflüsse der Seele vernachlässigt
und auf die in diesem Leben erlebten Faktoren reduziert. Doch jeder Mensch
kommt nicht als unbeschriebenes Blatt auf die Welt, in dem das Leben seine
Daten eingraviert.
Annelie Keil fordert einen differenzierten Begriff von Gesundheitskompetenz:
was muß der herzkranke Patient lernen, damit er mit seiner
Krankheit leben kann, fragt sie. Sie liegt mit dieser Forderung
genau in der Sichtweise vieler Psychologen und Verhaltenstherapeuten,
die den Menschen aus lerntheoretischer Sicht sehen. Immer mehr Kardiologen
und in der Kardiologie tätige Forscher und Psychotherapeuten fordern
auch daher nun ausdrücklich eine Psychokardiologie als
eigenständige Disziplin innerhalb der Herzmedizin. Im Dezember 98
fand dann auch die Gründungsversammlung der Statuskonferenz
Psychokardiologie statt. Sie soll bis Mitte nächsten Jahres
die weltweiten Wissensbestände über psychosoziale Faktoren sammeln
und bewerten. Die hochrangige Statuskonferenz soll dann in
Form von sog. Leitlinien verbindliche Rahmenbedingen für die zukünftige
psychokardiologische Forschungs- und Behandlungspraxis formulieren. Psychologen
und psychotherapeutisch arbeitende Psychosomatiker bekommen somit einen
lukrativen Erwerbsbereich. Der Kuchen der Krankheiten wird für die
Schulmediziner kleiner - die Richtung stimmt jedenfalls, auch wenn wiederum
überwiegend nur wissenschaftlich statistische Daten zusammengetragen
werden.
Die Sichtweise in der Medizin ist überall sehr ähnlich, ob Symptome
mit Operationen, Medikamenten oder psychosozialen Faktoren bekämpft
werden, ist nur ein gradueller Unterschied. Die Einbeziehung der Psyche
entspricht allerdings dem heutigen ganzheitlichen Trend.
Benjamin Barde, promovierter Psychologe und Psychoanalytiker vom Sigmund-
Freud-Institut in Frankfurt und Jochen Jordan, von der Uniklinik Frankfurt
(er arbeitet in den Schwerpunkten psychische Verarbeitung medizinischer
Maßnahmen, Psychokardiologie und Psychotherapieprozeßforschung
und wurde 1992 mit dem wissenschaftlichen Förderpreis der Deutschen
Herzstiftung ausgezeichnet), attakkieren beide auch die real existierende
Herzmedizin ungewöhnlich hart. Sie sehen aber auch schon die Struktur
hinter der Struktur. So bezeichnen beide die klassischen Risikofaktoren
wie Rauchen und Übergewicht als Mythos, denn diese Risikofaktoren
seien nie reine Ursachen, sondern sie haben selbst wieder einen psychologischen
oder psychodynamischen Hintergrund. Diese psychodynamische,
tiefenpsychologische oder biografische Dimension muß in Zukunft
in der Forschung, Lehre und Behandlung der Herzmedizin eine bevorzugte
Rolle spielen.
Diese Aussage läßt sich verallgemeinert auf nahezu alle Krankheiten
ausdehnen und kommt der Grundhaltung der Synergetik Therapie dazu sehr
nahe. All diese Daten sind in Form von neuronalen Informationsvernetzungen
im individuellen Kranken vorhanden und können in den Energiebildern
wieder abgerufen werden. Aber auch hierbei sind die auftretenden Energiebilder
wiederum nie Ursache, sondern werden auch als Symptome angesehen, denn
auch dahinter verbergen sich wiederum untergeordnete Energiestrukturen:
die Strukturen hinter den Strukturen.
Dr. Benjamin Barde kann diesen Zusammenhang wahrnehmen, denn er meint:
So zeigen neuere Untersuchungen beispielsweise, daß es sich
beim Bluthochdruck um einen Bewältigungsmechanismus handeln kann,
um mit psychischen Schmerzen wie Angst oder Depression umzugehen. In dieser
Perspektive ist der ehemals klassische Risikofaktor Bluthochdruck also
nicht mehr auf zuviel Salz, aufgestaute Aggression oder das schlechte
Erbe der Eltern zurückzuführen, sondern psychodynamisch im Einzelfall
zu differenzieren.
Damit sind aber die Herzmediziner überfordert, denn ihnen wurde ja
nie eine ganzheitliche Sichtweise von Körper, Geist und Seele nahegebracht.
Ihre Arbeitsebene ist der Körper. So meint Barde vermittelnd: die
kardiologische Medizin, die sich am physiologisch-kausalen Maschinenmodell
orientiert, hat in den letzten drei Jahrzenten in Diagnostik und Therapie
ungeheure Fortschritte erzielt, denen nicht nur viele Menschen ihr Überleben
verdanken, sondern auch eine bessere Lebensqualität. Keinesfalls
kann gesagt werden, daß Kardiologen zufallsbedingt oder sogar falsch
behandeln würden.
Dies kann die Synergetik Therapie nur unterstreichen, denn es geht nie
darum, das Erreichte abzuqualifizieren, sondern den Fortschritt zu forcieren
und der liegt nun einmal in der ursächlichen Auflösung der wirkenden
Hintergründe. Heilung findet immer auf allen Ebenen statt. Dafür
braucht es auch eine entsprechende Ausbildung, die das Synergetik Therapie
Institut als neues Berufsfeld anbietet. Synergetik heißt - die Lehre
vom Zusammenwirken und kann auch übersetzt werden als Zusammenspiel
aller wirkender Kräfte und Methoden zum Wohle des kranken Menschen.
Das Arbeitsgebiet der Synergetik Therapie fordert geradezu die parallele
medizinische körperliche Betreuung, denn Selbstheilungsprozesse laufen
auch auf der körperlichenen Ebene. Die Kompetenz des Synergetik Therapeuten
bezieht sich vor allem auf die Arbeit mit der Innenwelt des Klienten.
Ein wesentlicher Faktor ist der kranke Mensch selbst. Er muß vom
Patienten - dem geduldig wartenden - zum Klienten werden, der bereit ist,
für seine Krankheit Verantwortung zu übernehmen.
Jordan meint weiter: Es ist ebenfalls problematisch, daß die
Langzeitbetreuung allein in die Hände der niedergelassenen Ärzte
gelegt wird. Diese haben keine ausreichende Qualifikation und werden finanziell
nicht entsprechend entlohnt, wenn sie sich den individuellen Problemen
zuwenden, da dies sehr zeitaufwendig ist. Die Bedeutung der ambulanten
Langzeitbetreuung in der Herzmedizin ist international unbestritten, in
Deutschland fehlen aber größtenteils die Voraussetzungen.
Diese Art von Kunstfehlern so meint Jordan metamophorisch
und nicht juristisch, fände man überall in der Medizin,
ein markantes Beispiel könnte die Verschreibung von Psychopharmaka
bei neurotischen oder psychosomatischen Krankheiten sein, die zu etwa
drei bis vier Millionen Medikamentenabhängigkeiten geführt hat.
...
Es ist eigentlich unverantwortlich, wenn heute Herzpatienten aus dem Akutkrankenhaus
oder der Rehaklinik entlassen werden, ohne daß die Behandelnden
die Dimension der Angst, Depressivität und sozialen Isolation systematisch
erfaßt und beurteilt haben. Denn psychotherapeutische Behandlung
würde das erzielte kardiologische Ergebnis stabilisieren, wohl oft
verbessern und vor allem die begründete Wahrscheinlichkeit einer
negativen Prognose verringern. Die Ergänzung kardiologischen Handelns
durch psychologische Diagnostik und Therapie ist nach heutigem Wissen
also zwingend geboten. Zitat Jordan
Barde gibt ein anderes Beispiel aus der Akutbehandlung - die By-Pass-Operationen:
So erleidet jeder dritte Patient dieser mittlerweile zur Routine
gewordenen Intervention, ein sog. Durchgangssyndrom.
Obwohl die Patienten dieses häufig äußerst verunsichernd
und oft sogar traumatisch erleben, werden sie damit sich selbst überlassen
und erhalten keine routinemäßige professionelle psychologische
Hilfe - weder akut auf der Intensivstation noch zu einem späteren
Zeitpunkt. Dieser Zustand müßte dringend verändert werden.
Ähnliches gilt für die stationäre Anschlußheilbehandlung.
So mußten wir nach einer Analyse der Personalstruktur der offiziell
für Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen zuständigen
Kliniken feststellen, daß ein Herzpatient kaum eine Chance hat,
seine meist hochbelastete psychische Situation mit professioneller Hilfe
zu bewältigen. Vielmehr führt der Mangel an psychologisch-psychotherapeutischen
Angeboten dazu, daß die Masseure, Sportlehrer, Balneologen oder
Ernährungsberater, mit dieser Problematik konfrontiert werden. Diese
sind dafür aber keineswegs ausgebildet und häufig schwer überfordert.
Supervisions- oder Weiterbildungsange-bote, wie sie auch die Weltgesundheitsorganisation
fordert, stehen bislang für diese Berufsgruppen nicht ausreichend
zur Verfügung. Modelle liegen bereits vor, werden aber nicht umgesetzt.
Zitat Barde
Für Synergetik Therapeuten wird es ein weites Einsatzfeld geben,
doch vorerst wird diese Dienstleistung von den Klienten auf dem freien
Markt privat in Anspruch genommen werden müssen. Denn die Klienten
kennen intuitiv die Hintergründe ihrer Herzerkrankung. Annelie Keil
fand in einer Pilotstudie heraus, daß die meisten Herzkranken überwiegend
Psychostreß für ihre problematische Lebenslage
verantwortlich machten. Einflüsse, die den Menschen das Herz gebrochen
haben:
Lebensangst, Depression, Unzufriedenheit, geringe Selbstfürsorge,
mangelnde Gelassenheit des Herzens, Dissonanzen zwischen den Ehepartnern,
berufliche Enttäuschungen, Raubbau am Körper, innere Unruhe,
übermäßiges berufliches Engagement aus privater Enttäuschung,
Auszug der Kinder, ungesunde Lebensweise, herzzerreißende Arbeitsweise,
Neigung zu Aktionismus oder fehlende Gelassenheit. Alles Stichworte, die
aufzeigen, daß das Leben zum Hauptrisikofaktor geworden war.
Das innere abgespeicherte Leben muß als Selbstheilung mit der Synergetik
Therapie individuell aufgearbeitet werden. |
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den meisten Menschen erscheinen psychotherapeutische Zugänge zu ihrem
Krankheitsgeschehen bedeutungslos. 44% der Männer und 30% der Frauen
verkünden, daß psychotherapeutische Gespräche keinerlei
Bedeutung hätten - entsprechend nahmen auch nur ca. 15% therapeutische
Unterstützung in Anspruch.
Diese Vorbehalte scheinen allgemein üblich zu sein, denn auch wir
vom Synergetischen Therapiezentrum erleben es oft, daß die Klienten
nachfragen, ob unsere Therapieform Psychotherapie sei, denn dann würden
sie Abstand davon nehmen - Psychotherapie haben schon viele ausprobiert
und bringe nichts. Das scheint an den vielen Psychotherapie-Konzepten
zu liegen, die überwiegend nicht auf das individuelle Bedürfnis
des kranken Menschen eingehen. Die Synergetik Therapie hat ihre Wurzeln
aus den unzähligen Selbsterfahrungsmethoden der letzten zwanzig Jahre
und im Kern den Ansatz der Neuorganisation von Information
und nicht deren inhaltliche Bewertungen.
Immer mehr Menschen möchten nicht mehr bevormundet werden und mit
guten Ratschlägen oder mit Hinweisen auf positivere Verhaltensweisen
überschüttet werden. Sie sind jedoch oftmals neugierig auf eigene
neue Erfahrungen und das Aufschließen von unbekannten Dimensionen
und Erfahrungsbereichen. Synergetik Therapie beinhaltet daher auch immer
eine spirituelle Dimension, die jedoch dem einzelnen angemessen ist, da
sie ja seiner inneren Autonomie entspricht. Daher haben unkonventionelle
Therapieformen seit Jahren einen verstärkten Zulauf. Die zugrunde
liegenden Konzepte entsprechen mehr den Vorstellungen der Klienten, sind
mehr gesundheits- und nicht krankheitsorientiert, respektieren die Autonomie
der Klienten, fördern die Selbstbehandlung und weisen den Klienten
mehr Selbstverantwortung für den Heilerfolg zu. Zu dieser Einschätzung
kommt eine neue Studie über alternative Heilweisen der Sonderkommission
der Europäischen Gemeinschaft in ihrer Untersuchung über die
Situation unkonventioneller Medizin. Alternative Heilweisen
werden in naher Zukunft eine wichtige Rolle innerhalb der nationalen
Gesundheitssysteme spielen, so ihr Fazit. Die Wissenschaftler um
Jonathan Monckton, vom britischen Rescarch Council for Comlementary
Medicine, kommen in ihrem Abschlußbericht zu einer bemerkenswert
positiven Einschätzung - sowohl was den Stellenwert und die zukünftige
Bedeutung unkonventioneller Methoden anbelangt, als auch hinsichtlich
der Motivation und dem Kenntnisstand der Patienten - berichtet die Zeitschrift
Esotera 2/99. Die Hinwendung zur Naturmedizin oder spiritueller Therapie
ist meist verbunden mit grünen politischen Ansichten,
Offenheit für Religiosität, Antimilitarismus, etc. Die Beweggründe
sind verschieden: Unzufriedenheit mit der Schulmedizin bei chronischen
Störungen, das Streben nach einem gesünderen Lebensstil, Angst,
Mißtrauen, Desillusionierung nach nicht erfüllten Heilversprechungen
der Schulmedizin, positive Erfahrungen mit Alternativpraktikern, Offenheit
gegenüber Neuem, selbst- statt fremdbestimmte Gesundheitsauffassung,
Wandel des Zeitgeistes, usw.
D. Chisholm fand sogar heraus (1997), daß bei psychischen Störungen
private Zentren kostengünstiger arbeiten als staatliche bzw. städtische
Einrichtungen.
In diesem Licht scheint der Richtungsstreit in der deutschen Gesundheitspolitik
vollkommen verfehlt. Dort geht es nur um die Neuverteilung des Geldkuchens,
bzw. wie hoch lassen sich die Mitglieder von Krankenkassen belasten. Karsten
Vilmar steht seit über 20 Jahren an der Spitze der Bundesärztekammer.
Er meinte im Fokus 6/1999 ironisch: Spätestens wenn das gesamte
Bruttosozialprodukt ins Gesundheitswesen fließt, ist natürlich
Schluß. Die neue grüne Gesundheitsministerin Andrea Fischer
sieht die Hauptaufgabe darin, mit dem vorhandenen Geld optimal
medizinische Versorgung zu garantieren. Mit einem Seitenhieb auf
die Technisierung äußerte sie: Es kann nicht angehen,
daß Praxisärzte sich teure High-Tech-Geräte anschaffen
und die Kosten dann über eine Vielzahl überflüssiger Leistungen
wieder hereinspielen. Andrea Fischer fordert, daß der Hausarzt
wieder Lotse werden soll und als Politikerin dagegen habe ich zu
akzeptieren, daß Arbeitnehmer und Betriebe an der Grenze ihrer finanziellen
Belastbarkeit angekommen sind.
In ihren Aussagen ist leider nicht von einer tiefergehenden inhaltlichen
Reform die Rede, es scheint wie im DDR-System zu werden: die Bevölkerung
stimmt mit den Füßen ab und da rechtzeitige inhaltliche Reformen
nicht durchgeführt wurden, wird das System zusammenbrechen. Nur noch
eine Frage der Zeit, bis sich der Fortschritt inhaltlich äußert?
Wird die Schulmedizin in ihre Schranken eines gutfunktionierenden Reparaturbetriebes
verwiesen und Heilung kommt von den ganzheitlichen Ansätzen, die
den individuellen Menschen wahrnehmen?
Der individuelle Mensch ist immer in seiner Gesamtsicht zu sehen, auch
verborgene Grundhaltungen und Lebensmuster sind aufzuschlüsseln.
Diese Sichtweise setzt sich immer mehr durch und wurde auch von dem Psychotherapieprozeßforscher
Jochen Jordan entdeckt. Er schreibt sehr aufschlußreich:
Die für Kardiologen ungewohnte Einsicht und irritierende Teststellung,
daß die Dynamik irrationaler unbewußter Motive und Phantasien
von grundsätzlicher Bedeutung für Herzerkrankungen ist, hat
beispielsweise der Medizinsoziologe Johannes Siegrist mit vielen empirischen
Befunden aus der Arbeitswelt untermauert. Warum verausgaben sich Menschen
im Beruf hartnäckig und opfern sich bis zur Selbstschädigung
auf, obwohl sie dabei letztendlich ausgebrannt, enttäuscht und mit
einem (Re-)Infarkt oder anderen Herzerkrankungen auf der Strecke bleiben?
Im Sinne eines zweckrationalen Verhaltens sind solche Handlungsmuster
nicht erklärbar. Es geht also um eine persönlichkeitsorientierte
Psychotherapieforschung, die uns genauere Indikationskriterien an die
Hand gibt.... was sind die konkreten Zusammenhänge im
psychischen und körperlichen Leben dieses herzkranken Menschen?
Genau diese im Einzelfall entschlüsselten Hintergrundinformationen
werden in den synergetischen Innenweltprozessen aufgedeckt und von dem
Klienten oftmals sehr erstaunt erstmalig wahrgenommen.
Jordan fordert dann auch folgerichtig, daß in Zukunft nicht
mehr die sehr teuren prospektiven Langzeitstudien mit Tausenden von Menschen
wichtig sind, sondern daß wir ganz gezielt einzelne Subgruppen und
konkrete Einzelfälle studieren werden - methodisch gesprochen also
wichtige Variablenkonfigurationen über lange Zeit detailliert untersuchen
und dabei mehr praxisrelevantes Wissen erlangen.
Die Synergetik Therapieforschung kann in diesem Kontext wichtige Hintergrundinformationen
liefern, da diese aus Selbst-Heilungsprozessen stammen und daher sogar
allgemeingültigen Charakter besitzen. Therapie sollte immer darauf
zielen, die den Risikofaktoren zugrunde liegenden Konflikte aufzuarbeiten.
Jeder Lebensschock ist nicht nur ein bloß objektives Ereignis, sondern
aktiviert sehr unterschiedlich auch immer tieferliegende Konfliktthemen
des betroffenen Menschen. Diese sind immer eine fraktale Aufsummierung
vieler auch unbedeutender Ereignisse, die in der Wirkungssumme gravierende
Ergebnisse produzieren.
Der Harvardmediziner Dean Ornish revolutionierte Anfang der 90er Jahre
die Herzmedizin: Er konnte nachweisen, daß bei über 80% auch
schwer herzkranker Patienten der Prozeß der Arterienverkalkung und
-verengung ohne chirurgische Eingriffe oder medikamentöser Behandlung,
sondern ausschließlich aufgrund einer umfassenden Lebensstiländerung
rückgängig gemacht und verbessert werden konnte. Seine angewandte
Herztherapie ist heute weltweit anerkannt. Er gilt als einer der wichtigsten
Vertreter der Neuen Medizin. Mit seinem jüngsten Buch Love
and Survival hat er nun ein Grundlagenwerk über die wissenschaftlichen
Hintergründe der Heilkraft der Liebe, Geborgenheit und menschlichen
Zuwendung in der Medizin vorgelegt. In einem Interview mit Yoga Journal
6/98 äußerte er sich:
Dean Ornish hat während seiner Arbeit Hunderte von Studien analysiert.
Sie beweisen wie krank emotionale Isolation die Menschen macht,
verglichen mit denjenigen, die in ihrem Leben so etwas wie Liebe und Verbundenheit
erfahren. So kann alles, was Einsamkeit fördert, krank machen. Umgekehrt
wirkt alles, was Gefühle der Gemeinschaft und Nähe fördert,
auch heilend auf den Menschen. ...
Es ist entscheidend, daß man sich anderen und sich selbst öffnet
- was ungewohnt und schwierig sein kann, da wir nur indem Maße anderen
nahe sein können, indem wir uns selbst verletzbar machen. ...Wir
können mit wissenschaftlichen Methoden also nachweisen, daß
Einsamkeit krank macht - wir können damit aber niemals erklären,
warum das so ist.
Diese Zusammenhänge werden in den synergetischen Einzelsitzungen
ebenfalls bestätigt, der Klient lernt wieder, sich selbst zu öffnen.
Diese Grundhaltung kann allerdings nicht mental hergestellt werden, sondern
ist das Ergebnis der Aufarbeitung von Erfahrungen, die dazu beigetragen
haben, sich zu verschließen. Von daher können tatsächlich
deutliche Ansätze sichtbar werden, warum Einsamkeit krank macht,
denn Einsamkeit ist der Verlust von Verbundenheit auf vielen Ebenen und
wird in der Innenwelt in den neuronalen Bildern tatsächlich auch
auf vielen Ebenen repräsentiert. Innere Bilder zeigen auf der Symbolebene
hohe Spannung, denn das dazugehörige Gefühl Einsamkeit,
Kälte, Trostlosigkeit usw. ist wiederum nur Symptom von dahinterliegenden
Erfahrungen: Konkrete, abgespeicherte Erlebnisse. Diesem Prozeß,
des sich wieder öffnens geht allerdings, nahezu immer,
dann auch eine konkrete Aufarbeitung der Kindheitserlebnisse voraus. Ornish
meint zutreffend: Wenn Nähe früh im Leben als gefährlich
erfahren wurde, dann sucht man später unbewußt oft Beziehungen,
in denen man nicht zu offen oder ängstlich sein muß. Dies ist
gefährlich, denn solche Verhaltensweisen bleiben ein Selbstläufer,
wenn sie nicht durch Therapie oder andere Ansätze in neue Bahnen
gelenkt werden. So zeigt eine Harvard-Langzeitstudie, daß diejenigen
Erwachsenen am ungesündesten waren, die früher am wenigsten
Geborgenheit erlebten. Auf der anderen Seite verdeutlichen viele Studien,
daß wir dies ändern können: Wir brauchen zwar die Hilfe
von anderen, aber falls wir diese annehmen und uns öffnen - selbst
wenn es sich nur um sechs Wochen oder ein Jahr in einer Therapie - oder
Selbsthilfegruppe handelt -, können wir unsere Lebenschancen verdoppeln,
wenn wir an schweren Krankheiten leiden.
In der Synergetik Therapie können solche tiefliegenden und prägenden
Primärerfahrungen verändert werden, da jeder Klient potentiell
an die Ursymbole - an das Urwissen - angeschlossen ist. Selbst wer z.B.
keine liebevollen Eltern hatte, kann durch Selbstorganisationsprozesse
trotzdem diese inneren Erfahrungen machen. Erlebnisorientiert speichern
sich diese Informationen in den neuronalen Verbindungen und wirken wie
eine Korrektur der Wirklichkeit, denn den Neuronen ist es egal,
woher die Informationen kommen.
Diese Grunderfahrungen von Nähe, Vertrauen und Geborgenheit sind
wesentlicher Bestandteil von dynamischen Selbsterfahrungsgruppen und anderen
therapeutisch wirkenden Seminaren. Daraus bezieht auch Ornish seine Erfahrungen.
Er sieht aber auch die Umsetzungsschwierigkeiten in den medizinischen
Alltagsbetrieben. Ornish: In der Medizin sind wir aber daran gewöhnt,
unsere Gefühle abzuspalten und nichts mit ihnen zu tun zu haben.
Sicherlich der wichtigste Grund dafür, daß die Ärzte zu
den depressivsten Berufsständen zählen. Sie sterben nicht nur
zehn Jahre früher, sondern haben vergleichsweise auch die höchsten
Scheidungs-, Sucht- und Suizidraten. Es kommt hinzu, daß die Ärzte
nicht nur keine Belohnung bekommen, wenn sie eine aufwendige emotionale
oder sprechende Medizin betreiben: In den USA wird das beispielsweise
als kalifornische Behandlung verspottet. Tatsache ist aber,
daß wir touchy-feely-Wesen sind, die körperliche
Berührung, emotionale Gemeinschaft und vor allem seelische Bindungen
zu anderen brauchen. Dies ist die Art und Weise, wie wir evolutionär
überlebt haben - bisher zumindest....
Ich denke, es ist in der Medizin längst überholt, daß
wir nicht involviert sind. Wir haben uns von der Lebenskraft abgeschnitten,
die fließt, sobald zwei Menschen füreinander sorgen. Fürsorge
und Verständinis waren schon immer Teil der Heilkunst - nur hat sich
die Naturwissenschaft dem Gebot verschrieben, was nicht meßbar ist,
als unwichtig oder nicht existend abzutun. So kann man Cholesterin, Blutdruck
und jede Form verengter Herzarterien hervorragend messen, aber wie soll
man das mit Liebe oder Mitgefühl machen? Daher neigen viele Mediziner
dazu, sich mit dem kleineren Teil des großen Ganzen zufriedenzugeben.
Obwohl die meisten alternativen Methoden nur wenig wissenschaftliche Belege
vorweisen können, haben sie großen Zulauf, weil Akupunkteure,
Chiropraktiker oder Körpertherapeuten und viel andere, so auf ihre
Klienten eingehen, daß sie sich angenommen fühlen. Dies sind
die entscheidenden Bedürfnisse, die bei vielen Ärzten meist
unbefriedigt bleiben. Zitatende
Dean Ornish beklagt denn auch das Entweder-Oder-Denken in
der Medizin. So schwören neben vielen Ärzten auch viele
Patienten entweder auf die traditionelle oder alternative Behandlung.
Wir sollten aber vom ganzen Heilungswissen profitieren und nicht mehr
von traditioneller oder alternativer Medizin sprechen, sondern nur noch
von der Medizin, die heilt oder nicht.
Jedes System hat seine Selbsterhaltungskräfte und alle darin erforschten
Informationen oder neuen Technologien tragen zu dieser Stabilisierung
bei. Kaum einer kann über den Tellerrand schauen und von daher sieht
die Welt hinter dem Teller jeweils verschieden aus. Es geht auch nie darum,
welche Methode besser ist, denn dies ist immer eine Frage der Randbedingung:
Besser wofür? Die medizinischen Fortschritte zur Symptombekämpfung
haben ihre Daseinsberechtigung, denn sie schaffen auch Freiraum, diese
aufzuarbeiten. Der medizinische Fortschritt sollte aber auch diese echte
Heilung nicht so massiv vernachlässigen und in der Informationsverbreitung
nur noch die Erfolge der Methoden zur Symptomunterdrückung darstellen,
auch wenn das Machtvolle des menschlichen Geistes als Beherrscher der
Natur dabei besonders gut sichtbar wird. Denn echte Beherrschung der Natur
läuft immer als Co-Operation in Wechselwirkung mit der Natur und
wird als ganzheitliche und daher stabile Heilung sichtbar. Bei einer Überbetonung
der Symptombeherrschung macht man sich sonst der unterlassenen Hilfeleistung
schuldig, denn der Körper rächt sich mit Spätfolgen - wie
die Natur / Umwelt.
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Die
öffentliche Informationsverbreitung unterschlägt die Bedürfnisse
+ Hilfeschreie der Seele.
Der Mensch ist eine Maschine, die Erde eine Scheibe - doch jeder weiß, daß dies nicht stimmt. Ist der Mensch wirklich ein Versuchskaninchen oder sollte er wichtiger genommen werden? |
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Die mechanistische Schulmedizin hilft nicht heilen.
Wird der technische Fortschritt angebetet und ständig genutzt, um
das Böse zu vertreiben? Schickt die Schulmedizin Menschen
nach erfolgreicher Symptomunterdrückung wieder weg? Macht sie sich
der unterlassenen Hilfeleistung schuldig?
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Aktuelle Informationen und Tips aus der weiten Welt der Medizin |
| Durchblutungsstörungen in den Beinen lassen sich jetzt entscheidend besser erkennen, als bisher. Ein neues Gerät - der sog. Mobitrak - machts möglich. Für den Patienten jetzt ohne Strahlenbelastung, für den Arzt dadurch jetzt optimale Untersuchungsergebnisse. Eine neue Methode, vorgestellt erstmals auf dem Amerikanischen Röntgenkongress in Chicago. | |
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...45 Minuten und der Patient kann wieder nach Hause gehen. Ein weiterer Vorteil, die Ärzte gewinnen zusätzliche Informationen. Im Computer können die Arterien sogar dreidimensional dargestellt und von allen Seiten begutachtet werden. Damit läßt sich die ärztliche Diagnose verbessern. Alles in allem braucht es weniger Laborarbeit und weniger Personal. Die Untersuchung spart Geld, auch für die Krankenkassen eine Methode mit Zukunft.
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Synergetik Therapie Institut EMail: kamala@synergetik.net Homepage: www.synergetik-therapie.de |
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